Bleibt behütet

Ja, es hat schon einen Grund, warum Ihr unter jedem meiner Beiträge diese Formel findet:

„Bleibt gesund und bleibt behütet!
Wir lesen uns.“

Denn sie ist, wenn Ihr so wollt, eine verkürzte Form eines Reisesegens, den ich Euch gerne mit auf den Weg geben möchte, wenn ihr meine Seiten wieder verlasst.

Begonnen habe ich damit vor gut einem halben Jahr, also etwa zu Beginn der Zeit, als  das Corona-Virus wie ein dunkler Schatten über uns allen stand und keiner so recht wusste, wie das nun weiter gehen würde.
Damals fand ich, es könnte nicht schaden, Euch, meinen Lesern etwas mit auf den Weg zu geben, was ich mir auch wünsche:
Gesund zu bleiben, nicht mit dem Virus in Berührung zu kommen und – vertrauend auf das, was ich glaube – mich gleichzeitig in der sicheren Hand Gottes zu fühlen.

Nun weiss ich, dass das mit Gott so eine Sache ist, zu der jeder seine eigene Meinung hat – manche glauben an sein Wort, manche nicht, einige vertrauen auf ein „höheres Wesen“, eine unsichtbare Macht, auf Naturgeister, auf Allah usw. – aber im Grunde meinen doch alle mehr oder weniger das Gleiche.
Jedenfalls die, die sich nicht als Atheisten bezeichnen (aber auch die glauben ja meistens an irgendwas)
Also wird sicher jeder mit dem Wort „behütet sein“ etwas anderes verbinden, nämlich das, was am meisten seiner Vorstellung entspricht.

Und genauso habe ich das auch gemeint, ohne jemandem damit zu nahe treten zu wollen:
Als guten Wunsch für Euren Weg, den jeder für sich so mitnehmen kann, wie er das möchte.
Wobei zumindest ausser Zweifel steht, dass wir alle Gesundheit gebrauchen können – auch ohne Corona, welches jetzt ja wieder mehr in den Vordergrund rückt und sicher noch eine lange Zeit Teil unseres Lebens sein wird.


Deshalb auch heute:
Bleibt gesund und bleibt behütet!
Wir lesen uns.
Der Wilhelm


-31-

Nicht in meinem Namen

Das war doch hoffentlich noch nicht das letzte Wort, was uns da jetzt als „Europäische Lösung“ zur Lösung des „Flüchtlingsproblemes“ verkauft werden soll:

„Der Plan der EU-Kommission sieht schnellere Asylverfahren schon an den Außengrenzen vor. Zugleich sollen mehr Abschiebungen die Blockade bei der Reform der europäischen Flüchtlingspolitik auflösen. Mitgliedstaaten sind nach den am Mittwoch in Brüssel vorgestellten Vorschlägen nicht verpflichtet, Flüchtlinge zur Entlastung anderer EU-Länder aufzunehmen, sondern können stattdessen bei Abschiebungen helfen.

Zudem hält die EU-Kommission an den derzeit gültigen Dublin-Regeln grundsätzlich fest. Die Dublin-Regeln sehen vor, dass meist jener EU-Staat für einen Asylantrag zuständig ist, auf dessen Boden der Schutzsuchende zuerst europäischen Boden betreten hat. Dieser Mechanismus belastet vor allem Länder an den südlichen EU-Außengrenzen wie Griechenland oder Italien.“

Quelle: Tagesschau.de

Wobei schon sehr deutlich wird, wer da vor wem eingeknickt ist und dass schlussendlich die Neinsager wie Kurz und Orban sich nun wohl einen Sieg an ihre Fahnen heften können – freundlich beklatscht von unserem Innenminister, der diese unmenschliche  Vereinbarung nun auch noch für eine „gute Basis“ hält.

Dabei hat sich de Facto eigentlich ja nichts geändert:
Menschen auf der Flucht sind  nicht willkommen (auch wenn unser Asylrecht da was ganz anderes sagt) und sollen am Besten europäischen Boden gar nicht erst erreichen. Und wenn doch, dann pfercht man sie eben wie gehabt auf engstem Raum zusammen und sieht zu, dass man möglichst alle gleich wieder dahin abschiebt wo sie herkommen. Etwas schneller vielleicht als bisher, aber immer noch die Verantwortung Ländern wie der Türkei oder den nordafrikanischen Staaten zuschiebend, die jetzt schon nicht in der Lage sind, diese Menschen anständig unterzubringen und zu versorgen. Hauptsache, Europa bleibt „sauber“ und wird mit diesen „Problem“-Menschen nicht behelligt!

Was auch gleich noch einschliesst  – vermutlich sehr zu Seehofers Freude – dass auch unser Land immer weniger dieser Menschen aufnehmen muss.
Denn wer in Griechenland oder Italien nicht als Asylsuchender anerkannt wird, sollte wohl kaum noch den Weg bis zur deutschen Grenze schaffen. Womit dann auch für unsere Politik die Weichen in Richtung „Unterstützung bei der Abschiebung“ (wie die wohl aussehen soll?) gestellt sind –  was einem Kniefall vor den Argumenten der Kackblauen von der rechten Fraktion gleichkommt, die genau das ja schon immer wollten….

Zynismus pur also, was da gerade ausgekäst wird – und wieder einmal kann ich nur sagen:

„Nicht in meinem Namen!“

Denn vermutlich wird sich auch jetzt nichts daran ändern, dass weitere Menschen nach Europa drängen – aus Angst vor Kriegen und Unterdrückung, weil sie Hunger haben, weil sie in Freiheit und unter menschenwürdigen  Bedingungen leben wollen und nicht zuletzt auch, weil sie sich hier eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder erhoffen, als die in ihren Herkunftsländern möglich wäre.
Alles legitime Gründe, denen Europa nicht anders als mit Gewalt und verstärkter Abschottung  zu begegnen weiss – dabei wissentlich im Kauf nehmend, dass weiter Menschen leiden und sterben werden, alleine gelassen auf dem Mittelmeer oder in Lagern an den europäischen  Grenzen. Im völligen Widerspruch  übrigens zu dem, was alle Mitglieder der EU  als „Charta der Grundrechte der Europäsichen Union“ ratifiziert und für verbindlich erklärt haben:

Artikel 1

Würde des Menschen

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen.

Artikel 2

Recht auf Leben

(1)   Jeder Mensch hat das Recht auf Leben.

Artikel 3

Recht auf Unversehrtheit

(1)   Jeder Mensch hat das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit.

usw.usw.

Wobei auch hier wieder – ähnlich wie im Grundgesetz  – keine Einschränkungen nur auf EU-Bürger gemacht wird, sondern ausdrücklich steht, dass diese Artikel für jeden Menschen gelten.
Also auch für die, die zu uns kommen möchten – und erst Recht für die Menschen, die immer noch in Moria oder anderen Lagern festsitzen, weil keiner bereit ist, da für Abhilfe zu sorgen.


In diesem Sinne:
Bleibt gesund und bleibt behütet!
Wir lesen uns.
Der Wilhelm


-30-

Schaunmermal

Ich hatte ja gestern ausprobiert, ob ich auch mit der halben Dröhnung auskomme, um nicht nur müde in der Ecke rum zu hängen.
Was teilweise auch ganz gut funktioniert hat:
Zumindest war ich deutlich wacher als in den vorhergehenden Tagen – so dass ich es am frühen Nachmittag sogar gewagt habe, mich nach einer Woche mal wieder ins Auto zu setzen und zum Insel-Supermarkt zu fahren, um wenigstens einen Teil unserer Wocheneinkäufe zu erledigen. (schon, damit nicht alles an meiner Liebsten hängen bleibt, die das sonst zusätzlich zu ihrem normalen Belastungen – arbeiten und so – auch noch erledigen müsste). Wobei der Einkauf sich nicht als das grosse Problem erwies, das Autofahren aber doch eher grenzwertig war und ich deutlich gemerkt habe, dass ich auch mit halber Schmerzmitteldosis noch arg verlangsamt in meinen Reaktionen bin.
Das sollte ich also besser noch lassen, bis ich das Zeug ganz abgesetzt habe.

Immerhin hat sie die Reduktion aber nicht grossartig auf das Schmerzgeschehen in meinem Rücken ausgewirkt.
In „Ruhe“ schon mal gar nicht, und unter Belastung – als ich einen Teil meiner Einkäufe hoch getragen habe – zwar deutlich fühl- aber auch aushaltbar – im Gegensatz zu meinen Beinen, bei denen sich das mangelnde Training der letzten Wochen deutlicher bemerkbar gemacht hat. Da war dann doch wieder Novalgin zusätzlich nötig, um das in den Griff zu bekommen. Die alte Leier also, wie ich sie schon seit langem kenne….
Aber dennoch denke ich, dass ich jetzt auf einem ganz guten Weg bin und die nächsten Tage versuchen kann, das Tramal ganz abzusetzen – erst abends und ab dem Wochenende auch morgens in der Hoffnung, dass ich dann mit dem allfälligen Novalgin auskommen werde, welches ja sowieso zu meinem Standard-Programm gehört und auf Rügen ohnehin unabdingbar sein wird, wenn wir da viel zufuss unterwegs sind.

Schaunmermal.


Einstweilen bleibt gesund und bleibt behütet.
Wir lesen uns
Der Wilhelm


-29-

Wer war noch mal Sylvie Meis?

Schon seit Tagen – ach was, eigentlich seit Monaten – ärgere ich mich über Meldungen zu dieser Dame, die ungefragt in meinem News-Reader aufploppen, ähnlich wie zu einem gewissen – offenbar frisch verliebten – Herrn Lombardi, einer Dame namens Müller, die vorgeblich mit einem insolventen Schlagerfuzzi („der Wendler“) verehelicht ist – und natürlich auch zu gekrönten Häuptern, deren zweifelhafte soziale Kompetenz mir ebenfalls herzlich egal ist.

Ganz einfach, weil Google – deren News-Reader ich mangels anderer brauchbarer Alternativen nutze –  meint, dass mich dererlei Meldungen zu interessieren hätten. Und das, obwohl ich solche Meldungen eine Zeitlang beharrlich – und scheinbar absolut vergeblich – mit einem „weniger Meldungen wie diese“ quittiert habe.

Weit scheint es also nicht her zu sein mit der künstlichen Intelligenz oder dem Algorithmus, welche  hinter dieser Auswahl stecken, zumal Google eigentlich meine Vorlieben und Abneigungen kennen sollte, so beharrlich und lernfähig, wie die ansonsten meine Aktivitäten im Netz beobachten:
Was Werbung angeht, treffen sie ja auch regelmässig den Punkt und präsentieren mir penetrant die Produkte, über die ich mich gerade vorher informiert habe (oder die im Zusammenhang mit einem Thema stehen, nach welchem ich gesucht habe). Manchmal auch mit Ausnahmen (was z.B. sollte ich mit Damenbinden wollen?) aber meist doch relativ zielgenau. Insofern ist es mir  auch ein Rätsel, warum die Trefferquote in der Schmuddelecke des New-Readers namens „Unterhaltung“ so daneben liegt und mir beharrlich Klatsch und Tratsch über „B“-,  „C“- und „D“-Promies vor die Füsse geworfen wird, von denen ich allenfalls mal die Namen gehört habe – oder zufällig weiss, dass sie vor ewigen Zeiten von  irgendwelchen drittklassigen Privatsendern  in irgendwelchen Containern beherbergt oder im Dschungel ausgesetzt  wurden.
Wobei die Dame aus der Überschrift insofern noch eine Ausnahme darstellt, als dass die wohl mal zusammen mit ihrem Ex-Gatten (einem Fussballspieler) in der Nachbarschaft der besten Schwiegermutter von allen gewohnt, aber selbst wohl  noch nichts wirklich weltbewegendes geleistet hat, ausser ihren Instagramm-Account mit Nichtigkeiten zu befüllen.

Aber wen interressiert das?

Zumal die Menschen hinter solch zweifelhaften Klatsch-Meldungen wohl austauschbar sind:
Einfach einen anderen Namen in die Schlagzeile, dann passt das schon. (so zumindest kommt mir das vor) Und heraus kommen Meldungen, die für mich allenfalls in der Kategorie „unnützes Wissen“ einzuordnen sind, lediglich gut, um Googles Werbeeinnahmen über Klicks eines gewissen Publikums zu steigern. Eines Publikums, dass die Welt und die Skandälchen der Reichen und Schönen für so spannend hält, dass Google darin wohl ein lohnendes Geschäftsfeld sieht. Wie übrigens auch fast alle anderen News-Portale, die ich auf der Suche nach einem „promifreien“ News-Reader abgeklappert habe.Was sehr schade ist, denn ich würde viel lieber ein Portal nutzen, welches sich auf das Wesentliche beschränkt – ohne Spam über die Meis‘, Müllers, Lombardis und auch ohne die unzeitgemässe Anwesenheit der gekrönten Häupter dieser Welt. Aber das scheint es ja nicht zu geben – genauso so wenig wie eine entsprechende Software, die ich lokal auf meinem Rechner installieren könnte zum Abrufen und Filtern von Meldungen, die mich wirklich interessieren.


In diesem Sinne:
Bleibt gesund und bleibt behütet.
Wir lesen uns…
Der Wilhelm


-28-

Grüsse aus dem Zwergenland

Sowas habe ich vor einiger Zeit schon mal in einem Blog gesehen, kann mich aber beim besten Willen nicht mehr erinnern, bei wem das war:
Wobei ich die Idee wirklich witzig finde, Dinge des täglichen Lebens in einer Modellbahn-Landschaft und mit Modellbahn-Figuren so zu fotografieren, dass sie plötzlich beinahe übermächtig wirken.. Auch, wenn das wie in der Galerie auf BordedPanda mitunter mit einer gehörigen Portion schwarzen Humores verbunden ist.
Aber seht einfach selbst: Bitte vorsichtig hier klicken
Es lohnt übrigens auch, sich auch die vorhergehend Galerien des gleichen „Künstlers“ anzusehen, die im Eröffnungsbeitrag der Galerie verlinkt sind.  Da gibt es noch reichlich Schätzchen der gleichen Art zu sehen


Viel Spass als beim Gucken
Bleibt gesund und bleibt behütet.
Wir lesen uns
Der Wilhelm


-27-

Heute nur kurz

Wäre da nicht diese Dauermüdigkeit als Nebenwirkung meiner Schmerzmedikamente, dann würde ich fast sagen, dass es mir deutlich besser geht.
Die Rückenschmerzen sind beinahe weg und die „normale“ Un-Beweglichkeit stellt sich so langsam wieder ein, auch wenn ich immer noch ein wenig Pisaturm-mässig schief stehe. Jedenfalls dann, wenn ich auf den Beinen bin und nicht irgendwo in der Ecke sitze und vor mich hin döse. Was aber auch kein Zustand ist, den ich als wirklich erstrebenswert bezeichnen würde,  zumal auch exzessiver Kaffeegenuss daran nicht viel zu ändern vermag.
Und deshalb werde ich morgen mal den Versuch wagen, einen Teil der Pillen wegzulassen um zu gucken, ob ich damit nicht auch zurecht kommen kann… mit dem Ziel, vielleicht bis zum Wochenende ganz von dem Zeug runter zu sein, damit ich am Montag auch wieder Auto fahren kann, wenn es für ein paar Tage nach Rügen gehen soll.
Denn es wäre doch mehr als schade, wenn wir da gar nichts machen  und nichts ansehen können, weil ich dauernd pennen muss.

Schaumermal, ob das funktioniert.


Einstweilen bleibt gesund und bleibt behütet.
Wir lesen uns
Der Wilhelm


-26-

War es das jetzt?

Nachdem man in Berliner Regierungsviertel ja relativ schnell zu einer Lösung gekommen war (wir erinnern uns: lächerliche 1553 Menschen dürfen aus Griechenland zu uns kommen), macht es nun beim täglichen Studium der Zeitungen den Eindruck, als sei die Themen „Moria“ im Besonderen und „Flüchtlingspolitik“ im Allgemeinen in der Politik kein Thema mehr:

„Deutschland hat seinen Teil getan – mehr geht nicht – Europäische Lösung  – blablabla –  Schulterzucken – nächstes Thema!“

Man geht halt wieder zum Alltag über und wendet sich dem Tagesgeschäft zu – also dem Streit über Belanglosigkeiten.

Währenddessen beziehen die Menschen auf Lesbos ein Notlager aus papierdünnen Zelten hinter Stacheldraht, gezwungen von der griechischen Regierung  – und natürlich wieder nicht ausreichend, sowohl was die Zahl der Plätze, als auch was hygienische Bedingungen und die Versorgung mit grundlegensten Dingen wie Wasser, Nahrung, Kleidung und medizinscher Versorgung  angeht. Nicht mal NGOs sind mehr zugelassen, um zusätzliche Hilfe zu leisten und unabhängig zu berichten.
Und gleichzeitig brennt es immer mal wieder in anderen griechischen Lagern, ohne dass dies grössere Beachtung fände….

Wenig beachtet auch das, was sich derweilen an anderer Stelle in Mittelmeer abspielt, wo mal wieder ein Rettungschiff – die „Sea Watch 4“ – mit fadenscheinigen Begründungen an die Leine gelegt wurde. Angeblich seien zu viele (!) Rettungswesten an Bord und gleichzeitig sei das Abwassersystem des Schiffes nicht ausreichend. Was den Italienern jetzt einfällt, nachdem das Schiff Wochen vorher mit mehreren hundert Flüchtlinge an Bord tagelang daran gehindert wurde einen sicheren Hafen anzulaufen. Gehindert wie auch jetzt die „Open Arms“, von der aus fast fünfzig Menschen vor Verzweiflung ins Meer gesprungen sind, um Sizilien doch noch zu erreichen, vor dessen Küste das Schiff schon seit Tagen liegt, überfüllt und kaum mit dem Nötigsten ausgestattet.

All das Folge einer seit Jahren bestehenden „Europäischen Lösung“, die nur darauf abzielt, die Aussengrenzen zu schützen – koste es was es wolle. Schlimmstenfalls eben auch Menschenleben.

Und so steht auch zu befürchten, dass in unserem Land die Proteste gegen diese  unmenschliche Politik weiter ungehört bleiben werden. Wie beispielsweise die Demos am Wochenende in Berlin und in anderen deutschen Städten unter dem Motto

„Es reicht! Wir haben Platz!“

bei denen zu Recht darauf hingewiesen wurde, dass inzwischen mehr als 170 Städte in unserem Land angeboten haben, wenigstens die Menschen aus Moria aufnehmen zu können – in der Gesamtzahl wäre wohl sogar Platz für alle. Aber das ist ja von der Berliner Politik nicht gewollt, wo man immer noch nach „Europa“ schielt und auf die anderen, die auch nicht wollen – samt Hände waschen in Unschuld und gebetsmühlenartiger immer wieder gleicher Begründung wie oben schon:

„Deutschland hat seinen Teil getan – mehr geht nicht – Europäische Lösung – blablabla – Schulterzucken – nächstes Thema!“

Was niemandem hilft  – nicht den Menschen in den Lagern oder auf dem Mittelmeer – und auf lange Sicht auch nicht unseren Politikern, die damit immer unglaubwürdiger werden….


In diesem Sinne:
Bleibt gesund und bleibt behütet
Wir lesen uns.
Der Wilhelm


-25-

Ein anständiger Mensch – Roman

Über das Wort „Anstand“ habe ich in den letzten Tagen öfter mal nachgedacht – nicht nur wegen des Verhaltens unserer Politiker im Zusammenhang mit dem Flüchtlings-Elend an Europas Grenzen, sondern auch weil ich schon seit längerem ein Buch auf meiner Leseliste habe, welches sich diesem Thema von einer ganz anderen Seite aus nähert:

Ein anständiger Mensch
von Jan Chistophersen

beschreibt das Dilemma eines Mannes, der als Philosoph mit seinen Gedanken zum Thema „anständig Leben“ eine gewisse Berühmtheit erlangt hat, ja sogar zum „Anstandsonkel“ geworden ist, der in solchen Fragen immer mal wieder im Fernsehen auftritt, um das Weltgeschehen aus dieser Perspektive zu kommentieren, aber im Privaten in eine Situation gerät, die allem widerspricht, was er bisher öffentlich propagiert hat.  Was natürlich zu Verwicklungen führt, die  – teils vorhersehbar – teils unerwartet sehr unterhaltsam beschrieben sind und auch immer mal wieder Anlass zu philosophische Betrachtungen geben.
Durchaus lesenswert und spannend, wie ich finde – was sich schon daran zeigt, dass ich auch dieses Buch in wenigen Tagen „ausgelesen“ hatte

Der Klappentext:

„Steen Friis ist studierter Philosoph und öffentlicher Intellektueller: Als Autor mehrerer Bestseller zu Fragen des Anstands wird er von der Presse zitiert, sobald die richtige Haltung zum aktuellen Weltgeschehen zur Debatte steht. In dieser Rolle fühlt Steen sich wohl – bis die Ereignisse weniger Tage all seine Werte infrage stellen. Mit seiner Frau und einem befreundeten Paar verbringt er ein Wochenende in seinem dänischen Inseldomizil. Man plaudert und geht gemeinsam in die Pilze, und ganz beiläufig erinnert seine Frau ihn an ein altes Versprechen: sich gegenseitig auch in der Liebe die größtmögliche Freiheit zu lassen. Noch bevor Steen sich über die ganze Tragweite dieses Gesprächs bewusst wird, geschieht ein Unglück, an dem er sich allein schuldig wähnt und das nicht nur sein Ego, sondern sein gesamtes Weltbild zu erschüttern droht.“

Bleibt noch anzumerken, dass mir auch Christophersens Schreibstil recht gut gefallen hat, so dass dieses Buch sicher nicht das letzte seine Werke sein wird, das auf meinem Reader landet.


In diesem Sinne:
Bleibt gesund und bleibt behütet.
Wir lesen uns
Der Wilhelm


-24-

Pisa lässt grüssen

Ich kann nicht behaupten, dass die Therapie nichts bringt, der ich mich nun seit Donnerstag unterwerfe, wenn auch momentan die Nebenwirkungen noch im Vordergrund stehen und ich immer wieder bemerke, dass mir die Augen zufallen wollen, wenn ich länger als fünf Minuten irgendwo entspannt sitze.
Wie überhaupt ein Gefühl der Müdigkeit mich gestern über den ganzen Tag begleitet hat, auch wenn ich tagsüber den Schlaf noch gut nachholen konnte, der mir in der vorherigen Nacht abhanden gekommen ist.

Aber – und das ist gut – auch erste Wirkungen zeigen sich in der Form, dass ich heute Morgen aus dem Bett gekommen bin, ohne erst lange warten zu müssen, dass mein Rücken sich auf eine aufrechte Körperhaltung einstellt. Will sagen, ich bin ohne Hilfe von Schrank und Wäscheständer ins Bad und in die Küche gekommen. – Festhalten wie in den letzten Tagen war nicht nötig und etwas beweglicher scheine ich auch wieder geworden zu sein, obwohl ein Blick in den Spiegel zeigt, dass mein Oberkörper sich immer noch in ungefähr der gleichen Schräglage befindet wie der Schiefe Turm von Pisa, wenn ich versuche schmerzfrei zu stehen.
Kleine Fortschritte also und Anlass zu „vorsichtigem Optimismus“ auch bezogen auf unsere Tage auf Rügen.
In der Woche bis dahin sollte sich wohl diesbezüglich noch einiges tun, auch wenn ich noch nicht glaube, dass es dann ganz ohne Tabletten gehen wird….


Euch allen einen wunderbaren Sonntag
Bleibt gesund und bleibt behütet
Wir lesen uns
Der Wilhelm


-23-

Musik: Niedeckens BAP

Eigentlich ist es mir als geborenem Ostwesfalen nicht wirklich in die Wiege gelegt worden, „Kölsche Tön'“ zu mögen und zu verstehen, aber es gibt von dieser Regel auch Ausnahmen, wie beispielsweise die Musik Wolfgang Niedeckens und seiner Band BAP, die ich schon sehr lange schätze und sehr mag.
Und da passt es doch ganz gut, dass gerade jetzt mit Eröffnung meines neuen Blogs auch ein neues Album von BAP erschienen ist – nach langer Zeit endlich mal wieder eine Neuerscheinung mit Musik, die ich mag – und ich damit  ein erstes Album in den virtuellen Plattenschrank dieses Blogs stellen kann:

Alles Fliesst

Ein Album, das etwas rockiger geraten ist als die mehr akustisch gespielten letzten Alben von Niedeckens BAP, aber sich vom Stil her dennoch gut in die Reihe der letzten CD’s einreiht – zumal auch die Texte der einzelnen Titel sich mit ähnlichen Themen beschäftigen:
Zwei Stunden feine neue Musik, gut gefüllt  mit Alltagsgeschichten, nicht unpolitisch, dazwischen auch zwei, drei wunderbare Balladen – und in der hier verlinkten „Deluxe-Edition“ in guter Tradition auch Live-Mitschnitte älterer Titel in erster Güte, die man sich auf die Art nochmal ganz neu „erhören“ kann.

Tradition auch der Link zum Album auf Spotify,
Wie immer kommt ihr dahin, wenn ihr einfach aufs Bild klickt


Einstweilen bleibt gesund und bleibt behütet
Wir lesen uns
Der Wilhelm


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